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ADI Blog Agenten-Interoperabilität 2 Min. Lesezeit

Wie externe Agenten einen ADI-Merchant-Agenten verifizieren

Ein Buyer-Agent muss nicht innerhalb von ADI laufen, um einem ADI-Merchant-Agenten zu vertrauen. Er braucht öffentliche Discovery, eine auflösbare Agentenidentität, signierte Credentials und einen klaren Mandats- und Payment-Pfad.

ADI ist als offene Trust-Schicht gedacht, nicht als geschlossener Agenten-Marktplatz.

Die AgentCard beschreibt die Erreichbarkeit und die Trust-Kette zeigt, wer hinter dem Agenten steht und was er darf.

Transportauthentisierung und Befugnisnachweis sind getrennte Schichten: OAuth oder JWT öffnen den Kanal, signierte Credentials und Mandate beweisen die Berechtigung.

Das Interoperabilitätsziel

Stellen Sie sich einen Buyer-Agenten vor, der außerhalb Europas läuft und auf einen Merchant-Agenten trifft, der für einen europäischen Händler spricht. Der Buyer-Agent sollte dabei nicht auf Logos, Chat-Texte oder private Zusicherungen vertrauen müssen.

Genau dort setzt ADI an. Der Merchant-Agent kann im Shop des Händlers laufen und weiter A2A sprechen. ADI liefert die unabhängige Vertrauensebene, über die andere Agenten prüfen können, welchem Händler der Agent zugeordnet ist, welche Rolle er hat und ob die Delegation noch gültig ist.

Die vier Dinge, die nicht vermischt werden dürfen

AgentCard ist Discovery: Adresse, Fähigkeiten, Authentisierung und Trust-Verweise.

Trust Profile ist Identitätsbindung: Agent-DID, Operator, Organisation, Veröffentlichungsstatus und Verifikationssignale.

Credentials sind portable Autoritätsnachweise: etwa AP2AgentDelegationCredential, AP2MerchantCredential oder AP2ProductOfferingCredential.

Plattformrechte sind interne Durchsetzung: ADI-Scopes steuern interne APIs, externe Vertrauensbeweise bleiben signierte Claims.

Wie der Verifikationsfluss funktioniert

Ein externer Buyer-Agent prüft einen ADI-Merchant-Agenten

Zuerst wird die A2A-Fläche entdeckt, danach folgt die Trust-Kette mit Profil, Credentials und Statusprüfungen.

sequenceDiagram
    participant Foreign as Externer Buyer-Agent
    participant Card as Öffentliche AgentCard
    participant Trust as ADI Trust-Profil
    participant Creds as ADI Credential-Manifest
    participant Merchant as Merchant-Agent
    participant Pay as Merchant-Payment-Rail

    Foreign->>Card: Lade /.well-known/agents/{agentId}/card.json
    Card-->>Foreign: A2A-Endpunkt, DID, Auth-Schemes, Trust-Links
    Foreign->>Trust: Lade öffentliches Trust-Profil
    Trust-->>Foreign: Agent-DID, Händlerbindung, Verifikationsstatus
    Foreign->>Creds: Lade Credential-Manifest
    Creds-->>Foreign: Signierte Credentials und Verifikations-URLs
    Foreign->>Foreign: Prüfe Issuer, DID, Status, Ablauf und Claims
    Foreign->>Merchant: Sende AP2/A2A-Anfrage mit Mandatsbezug
    Merchant->>Trust: Prüfe Mandat, Katalog, Policy und Credential-Bindung
    Trust-->>Merchant: Freigabe oder Ablehnung
    Merchant->>Pay: Erzeuge Merchant-Acquiring-Zahlung bei Freigabe

Warum OAuth allein nicht reicht

OAuth, OIDC, API-Keys oder JWTs beantworten nur die Transportfrage: Darf dieser Aufrufer diesen Endpunkt benutzen? Sie beweisen nicht, dass der Agent rechtlich oder kommerziell für einen Händler sprechen darf oder dass ein Payment-Mandat gültig ist.

ADI hält diese Schichten bewusst getrennt. Der Merchant-Agent kann OAuth für den Kanal verlangen, aber der Buyer-Agent prüft zusätzlich DID, Trust-Profil, Manifest, Credential-Signaturen, Status und Mandatslage.

Was ein externer Agent konkret prüfen sollte

Die AgentCard muss öffentliche URLs nutzen, nicht Docker-Hostnamen oder localhost.

Die Trust-Chain-Erweiterung muss auf AgentCard, Trust-Profil, Manifest und Verifikationsoberfläche zeigen.

Die Credential-Subjekt-DID muss zur DID in AgentCard und Trust-Profil passen.

Issuer, Status, Ablauf und Proof müssen verifiziert sein, bevor der Merchant-Claim als belastbar gilt.

Für Commerce müssen zusätzlich AP2-Mandate, Merchant-Katalog und Zahlungsregeln für genau diese Transaktion passen.

Das Betriebsmodell von ADI

Damit bleibt ADI offen. ADI-Agenten können außerhalb von ADI kaufen, solange Mandate, Prepaid-Karten und Trust-Prüfungen passen. Merchant-Agenten können Zahlungen über den Merchant-Acquiring-Pfad annehmen.

Das Ergebnis ist keine geschlossene Plattform, sondern eine öffentliche Trust-Schicht, über die unabhängige Agenten Discovery, Verifikation und Transaktionen auf nachvollziehbare Weise verbinden können.

WEITERLESEN

Weitere Artikel aus der technischen Wissensschicht.

MERCHANT TRUST Agent Commerce

Wie der Merchant-Trust-Katalog funktioniert

Ein Merchant-Agent kann aus dem Shop verkaufen, aber ADI braucht eine unabhängige Referenz dafür, was dieser Agent überhaupt verkaufen darf. Der Merchant-Katalog in ADI ist genau diese Referenz.

Der Shop-Katalog betreibt das Geschäft.

Der ADI-Katalog beweist, was der Händler freigegeben hat.

AP2-VALIDIERUNG Agent Commerce

Wie ADI validiert, was ein Merchant-Agent verkauft

Ein Merchant-Agent kann ein Angebot beschreiben, aber ADI zahlt nicht auf Basis einer Beschreibung. ADI validiert AP2-Mandate, Händlerorganisation, Produkt-SKU, Trust-Katalog, Buyer-Wallet und virtuelle Karten-Policy vor der Autorisierung.

Das Gespräch erzeugt Intent.

AP2 erzeugt strukturierte Mandate.

SHOP-INTEGRATIONEN Systemarchitektur

Warum Shop-Integrationen Trust-Inputs und nicht die Trust-Schicht sind

Shopify, WooCommerce oder ERP-Integrationen liefern wertvolle Commerce-Daten. Sie sind aber nicht die Trust-Schicht selbst. Sie speisen Trust-Entscheidungen mit Bestand, Preisen und Produktzuständen, ersetzen aber weder Delegation noch Governance.

Shop-Systeme liefern Daten.

Die Trust-Schicht bewertet Rechte, Scope und Kontrollfähigkeit.

INTEGRATIONSMODI Agenten-Integration

Drei Wege, einen externen Agenten mit der ADI-Trust-Schicht zu verbinden

Ein externer Agent muss nicht innerhalb von ADI laufen, um von ADI regiert zu werden. Entscheidend ist, wie das Zielsystem diesen Agenten technisch authentisiert und wann es ADI für Trust, Delegation und Zertifikatsstatus befragt.

Standardmodus: API-Key oder Agent-Token plus Online-Trust-Lookup

Enterprise-Modus: OIDC plus Trust-Lookup

TRUST-GRUNDLAGEN Agent Trust

Warum Agenten eine Trust-Schicht brauchen

Ein API-Token sagt nur, ob eine Anfrage authentisiert ist. Eine Trust-Schicht sagt, welcher Agent handelt, für wen er handelt, welche Nachweise gültig sind und ob dieser Agent gestoppt werden kann.

Wann OAuth nicht mehr ausreicht

Welche Fragen eine Trust-Schicht beantworten muss

ARCHITEKTUR Systemarchitektur

A2A, Trust und AP2 sauber trennen

Das zentrale Architekturprinzip ist die Trennung der Schichten. A2A ist Kommunikation. Trust ist Governance. AP2 ist das Verhalten im Zahlungs- und Mandatskontext.

Was A2A tatsächlich standardisiert

Wann zusätzlich Trust nötig ist

PRODUKT ADI-Stack

Wie ADI als Agent-Trust-Stack funktioniert

ADI ist keine einzelne Oberfläche. Es ist eine operative Schicht, die Discovery, Identität, Trust und Payment-Flows für agentische Systeme miteinander verbindet.

Die vier Schichten der Plattform

Wo A2A, MCP und AP2 zusammenkommen

A2A ERKLÄRT A2A-Grundlagen

Was A2A ist und was es nicht ist

A2A gibt Agenten eine gemeinsame Sprache für Discovery, Nachrichten und Tasks. Es löst aber nicht automatisch Identitätsbindung, delegierte Autorität, Auditierbarkeit oder Payment-Kontrolle.

A2A standardisiert Discovery, Nachrichten, Tasks und deklarierte Sicherheitsfähigkeiten.

A2A beantwortet nicht von selbst, wen ein Agent repräsentiert oder was er darf.

AP2-GRUNDLAGEN AP2-Payments

Was AP2 für Agent Commerce löst

AP2 gibt Agent Commerce ein strukturiertes Modell für Intent, Cart, Payment-Autorisierung und Receipts. Ohne dieses Modell erfindet jede Agenten-Payment-Integration ihre eigene fragile Semantik.

AP2 führt ein gemeinsames Vokabular für Agenten-Payment-Flows ein.

Mandate trennen Scope, Intent und finale Zahlungsfreigabe.

TRUST-GRUNDLAGEN Agent Trust

Was Agent Trust tatsächlich bedeutet

Agent Trust ist kein Marketingbegriff. Es ist die operative Fähigkeit zu beweisen, wer ein Agent ist, in wessen Namen er handelt, was er tun darf und wie diese Autorität widerrufen oder auditiert werden kann.

Trust beginnt dort, wo reine Authentisierung endet.

Eine echte Trust-Schicht muss Widerruf, Inspektion und Evidenz unterstützen.

PRODUKT-ERKLÄRUNG ADI-Stack

Was ADI in einem Agenten-Stack macht

ADI ist die Trust- und Kontrollschicht zwischen Agenten-Interoperabilität und echter Geschäftshandlung. Es hilft Organisationen, Agenten handeln zu lassen, ohne sie wie ungeregelte Black Boxes zu behandeln.

ADI ist der Punkt, an dem Governance in den Agenten-Stack eintritt.

Die Plattform verbindet externe Agenten, Enterprise-Kontrollen und Transaktionspolicies.

SIGNATUREN UND ESEALS Trust Services

Menschliche Signaturen vs. organisatorische eSeals

Eine menschliche Signatur beweist den Willen oder die Freigabe einer natürlichen Person. Ein organisatorisches eSeal beweist, dass ein Trust-Objekt von einer juristischen Person ausgestellt oder versiegelt wurde. In Enterprise-Agentensystemen sind das verschiedene Aufgaben.

Menschliche Signaturen beantworten: Wer hat persönlich zugestimmt?

OrganisationseSeals beantworten: Welche juristische Person steht hinter diesem Artefakt?